Die Schwierigkeiten dieses besonderen Reviers wurden aber gleich einmal für alle offensichtlich. Wo ist die Bramble Bank, wo fahren die Panmax-Containerschiffe durch, wie lautet die Strömungskarte für die Startkreuz, was hat Graham Bailey in seiner Kurzzusammenfassung über diese Windrichtung geschrieben, wie trimme ich den Drachen in der kurzen steilen Welle, wo ist das Plateau und wo sind eigentlich unsere Gegner. Der englische Drachensegler Jamie Lea sagte beim abendlichen Galaempfang im altehrwürdigsten Yachtclub Großbritanniens treffend, nachdem Georg Skolaut meinte, er segelt das erste Mal im Solent: „Your head must be exploding!“.
Die diesjährige Neueinführung des Race Management System Vakaros im Drachen funktionierte hervorragend und so wurden 7 der 8 ausgeschriebenen Up and Down Wettfahrten zum Grand Prix ohne Probleme zügig in den nächsten vier Tagen durchgezogen. Die Favoriten sollten sich schlussendlich in variablen Bedingungen durchsetzen. AUT204 verlor am vorletzten Tag bei 25-30 Knoten den Mast bei einer Halse unter Spi, war aber mit dem bis dahin Gezeigten mehr als zufrieden.
Gewonnen hat der vorher erwähnte britische Drachensegler Graham Bailey auf dem königlichen Schiff Bluebottle GBR192, segelnd für „The Royal Yacht Britannia Trust“. Die internationale Drachenfamilie, die in den letzten Jahren immer stärker wurde, war beeindruckt von seiner starken Serie. Beim nächsten Großevent, der Weltmeisterschaft in Hongkong im November 2026, sind derzeit 94 Boote gemeldet. Beim Event zum 100-jährigen Geburtstag des Drachen im Juni 2029 in Marstrand/Schweden sollen es weit über 200 Boote werden.
Ein Bericht von Martin Lutz
Fotocredit & copyright: Rick Tomlinson Photography
Resultat: https://racing.rys.org.uk/regatta-results/db12e6bb-aa83-4d10-9510-3599dac70a1f?year=0







